Gemeindeblatt Juli 2020
 

Liebe Gemeinde!

 

„Sei mir gnädig, Herr, denn ich bin verzweifelt! Mein Blick ist getrübt vor Tränen. Mein Leib ist kraftlos, meine Seele ist leer. Ich sterbe vor Kummer, und Sorge verkürzt mein Leben. Das Elend raubt mir die Kraft und meine Glieder sind wie leblos. Doch ich vertraue auf dich, Herr, und sage: »Du bist mein Gott!« Ps. 31,10-11.15

 

 

Das Buch der Psalmen, enthält viele Gebete von David, die in Zeiten großer Not geschrieben wurden. David erlebte Verachtung, Verleumdung und Verfolgung.

Tatsache ist: Es gibt kein Leben ohne Probleme, Hindernisse und Kämpfe - ob uns das gefällt oder nicht. Also, Kämpfe gehören zur Normalität!

Wer absolut harmoniebedürftig ist, möchte diesen Aspekt aus seinem Leben am liebsten ganz ausklammern. 

„Die Lebenslinien“ (EKG, EEG) verlaufen nun mal in Kurven. Eine durchgehende Linie würde „Exitus“ (= Tod) bedeuten. Es ist kein Zeichen von Schwäche, wenn wir Gottes Hilfe in Anspruch nehmen. David bekennt sich immer wieder dazu, vollkommen abhängig von seinem Vater zu leben. Seine Kraft, seine Gesundheit, sein Besitz, sein Erfolg - ja, sein ganzes Leben - liegen in Gottes Hand.

Gott in allem zu vertrauen, das ist die Trainingseinheit eines ganz normalen Alltags.

 

Eure Pastorin, Elke Baumann